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Rückblicke vom Fußball des MTV Treubund Lüneburg

   

Eine fast perfekte Saison geht mit Aufstieg in die Regionalliga zu Ende

A small160611mip Lüneburg. Das war’s. Eine erfolgreiche Jugend-Ära geht zu Ende. Das Trainer-Duo Sören Hillmer und Christian Ratzeburg haben das Triple mit ihrem Treubunder Team jetzt eingefahren.

Das Trainergespann: Hillmer, Dikhili, Ratzeburg (v.l.)2010/11 haben sie eine U14-Juniorenmannschaft (3. C-Jugend) übernommen und nun nach sechs Jahren den dritten Niedersachsentitel nach Lüneburg geholt. Von der Stadt Lüneburg wurden sie im Rathaus zum dritten Mal vom Bürgermeister geehrt. „Das wird es in Lüneburg wohl so schnell nicht wieder geben“, sagte ein sichtlich stolzer Trainer Sören Hillmer völlig zurecht.

Der MTV Treubund Lüneburg wurde 2011/12 als erster Lüneburger Verein völlig überraschend mit dem Jahrgang 1997/98 C-Junioren Niedersachsenmeister mit einem 2:0 Sieg über Eintracht Braunschweig im Endspiel in Barsinghausen und stiegen in die Regionalliga Nord auf.

Niedersachenmeister 2015/162013/14 wurde das Team um Hillmer/Ratzeburg B-Junioren Niedersachsenmeisterschaft mit fünf Punkten Vorsprung vor Hannover 96 II, die am 15. Spieltag von der Tabellenspitze verdrängt wurden. Wieder Aufstieg in die Regionalliga Nord. Aber nicht für den Jahrgang 1997. Die spielten wieder Niedersachsenliga. Als A-Junioren mit überwiegend jüngerem Jahrgang wurden sie 2014/15 Vize-Meister hinter Calenberger Land. Stellten zwar mit Tim Franke (38 Tore) mit Abstand den besten Torschützen vor Dominik Behnsen, Calenberger Land (24), aber zum Titel reichte es nicht.

Nun 2015/16 stellt der MTV Treubund Lüneburg zwar nicht den Torjäger, aber den Niedersachsenmeister. Wieder Aufstieg in die Regionalliga Nord und wieder ohne die 97er. Mit Ratzeburg, Perera, Goldberg, Martin, Kerstens, Winkelmann, Cicek, Braun und Olesch wechseln neun Spieler nächste Saison in die Herren des Landesligakaders des MTV Treubund.

Unruh wechselt zu Wendisch„Das war dieses Jahr wohl die schönste Meisterschaft mit den Junioren“, bilanzierte Hillmer. „Es war wohl nicht die spannendste, aber die am höchsten zu bewertende.“ Nach der 1:2 Auftakt-Niederlage zur Rückrunde in Lohne folgten elf Siege und im vorletzten Spiel ein 1:1 in Braunschweig auf Kunstrasen, mit dem sie nicht so gut klar kamen. Nach dem 3:1 Sieg im letzten Punktspiel gegen Göttingen 05, die gewinnen mussten um dem Abstieg zu entgehen, folge die Meisterehrung durch Staffelleiter Heinz Walter Lampe.

Fraenkel geht zu BrehlohAm 12. Spieltag haben sie die von Beginn an führende JFV A/O/Hesslingen von der Spitz verdrängt. A/O/H schwächelte immer mehr und wurden am Ende nur Dritter. Die Treubunder gewannen mit zwölf Punkten Vorsprung vor Eintracht Braunschweig U18 die Meisterschaft, erzielten die meisten Tore (74), kassierten die wenigsten Gegentreffer (18), wurden bestes Hinrundenteam, bestes Rückrundenteam, beste Heimmannschaft, beste Auswärtsmannschaft und auch in der Fairnestabelle belegten sie Platz 1, nur nicht bei der Torjägertabelle. Da fehlte Malte Meyer mit 22 Treffern, der im letzten Spiel noch einmal zwei Elfmeter versenkte und extra dafür eingewechselt wurde, ein Tor zu Maik Dragon (23) (BSV Acosta).

P6115102Um so bemerkenswerter ist es, dass kein Spieler den Sprung in die Auswahlmannschaft geschafft hat. „Das zeigt doch, dass wir ein hochmotiviertes, kollektives Team sind“, so Hillmer. „Im Conti-Pokal konnten wir uns für die beiden Niederlagen der Vorsaison gegen Calenberger Land revanchieren und zogen durch ein 4:2 Sieg über den Regionalligisten ins Halbfinale ein. Dort mussten wir uns dann leider gegen den Bundesligisten und späteren Pokalsieger Eintracht Braunschweig (0:2) beugen.“

Die Neun wurden 3 x NiedersachsenmeisterDrei Spieler wurden verabschiedet und wechseln in die Herren zu ihrern Heimatvereinen. Fraenkel geht zurück zum SC Brehloh, Unruh zu Wendisch Evern, Ahrens zu Eintracht Elbmarsch und Unkrig studiert in Köln. Neun Spieler nimmt Sören Hillmer mit in den Herren Landesligakader mit und elf dürfen Regionalligaluft in der nächsten Saison unter dem neuen Coach Xhafolli schnuppern.

Sören Hillmer wird nass gemachtTrainer Hillmer gibt schweren Herzen die Jugendarbeit ab, konzentriert sich nur noch auf den Herrenbereich und nicht nur er, auch seine Freundin freuen sich auf mehr Freizeit. Er muss nicht mehr zu zwei Punktspielen am Wochenende reisen, oder fünf Trainingseinheiten die Woche absolvieren, kann das Familienleben, im Herbst sogar als Vater, mehr genießen. Sei es ihm gegönnt.

Bericht und Fotos: Michael Paul

   
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